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August
1999
Roche
Herceptin® erstmals in einem europäischen Land zugelassen
Roche
hat von den Schweizer Behörden die Marktzulassung für Herceptin,
einem neuartigen Medikament zur Behandlung von metastasierendem
Brustkrebs, erhalten. Herceptin ist das erste Arzneimittel,
das gezielt bei den Onkogenrezeptoren ansetzt. Dadurch werden
die Überlebenschancen der Patientinnen erhöht. Herceptin ist
in der Schweiz ab heute erhältlich.
Bei
ungefähr 30% der Patientinnen mit Brustkrebs liegt eine Überexpression
eines Proteins vor, das HER2-Rezeptor (human epidermal growth
factor receptor 2) genannt wird. Die Überexpression des HER2-Proteins
ist mit einer aggressiven Form von Brustkrebs verbunden. Herceptin
setzt gezielt bei Tumoren an, die eine HER2-Überexpression
aufweisen, indem es die HER2-Rezeptoren blockiert. Die neuartige
Wirkungsweise, d.h. das gezielte Vorgehen gegen die Ursache
von metastasierendem Brustkrebs, führt zu einem signifikanten
klinischen Nutzen.
Herceptin
dient der Behandlung von Patientinnen mit metastasierendem
Brustkrebs, deren Tumore eine Überexpression des HER2-Proteins
aufweisen. Bei Patientinnen, die bereits eine oder mehrere
Chemotherapien erhalten haben, wird es als Monotherapie eingesetzt.
In Kombination mit Paclitaxel kann es auch zur Behandlung
von Patientinnen ohne vorgängige Chemotherapie eingesetzt
werden.
Längeres
Leben dank Herceptin
Die
Zulassung basiert auf klinischen Daten aus Studien der Phase
II und III, welche die Wirksamkeit und Sicherheit von Herceptin
bei metastasierendem Brustkrebs nachweisen. In einer umfassenden,
randomisierten Studie konnte gezeigt werden, dass Herceptin
in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie die Zeitspanne
bis zum Fortschreiten der Krankheit deutlich verlängerte,
nämlich um 65% von 4,6 auf 7,6 Monate.
Diese
Studie ist von zentraler Bedeutung und wurde am diesjährigen
Kongress der American Society of Clinical Oncology vorgestellt.
Sie zeigte, dass die gesamthafte Überlebensquote verlängert
werden konnte, d.h. im Vergleich zu Frauen, die lediglich
eine Chemotherapie erhielten, wurde die Sterblichkeit um 24%
reduziert und die mediane Überlebenszeit um 25% von 20,3 auf
25,4 Monate erhöht.
In
einer zweiten gross angelegten Studie, bei der nur Herceptin
verabreicht wurde, beobachtete man ebenfalls eine gute Wirksamkeit
und Verträglichkeit sowie praktisch keine der sonst bei einer
Chemotherapie häufigen Nebenwirkungen wie Haarausfall, Übelkeit
und Erbrechen.
Genentech,
ein weltweit führendes Biotechnologie-Unternehmen, an dem
Roche eine Mehrheitsbeteiligung hält, hat Herceptin im Herbst
1998 erfolgreich auf dem amerikanischen Markt eingeführt.
Roche
und Genentech werden weiterhin in einem gemeinsamen, globalen
Entwicklungsprogramm zusammenarbeiten, um die klinische Wirksamkeit
und Sicherheit von Herceptin für weitere Tumorformen, die
eine HER2-Überexpression aufweisen können, wie dem nicht-kleinzelligen
Lungenkrebs und dem Dickdarmkrebs, zu prüfen.
Roche
besitzt die ausschliesslichen Vertriebsrechte für Herceptin
ausserhalb der USA. Die Schweiz ist das erste europäische
Land, das Herceptin die Zulassung erteilt.
Am
4. Februar 1999 hat Roche das Zulassungsgesuch bei der Europäischen
Union eingereicht. Roche arbeitet weltweit eng mit den Zulassungsbehörden
zusammen, um dieses wichtige Medikament den Patientinnen so
schnell wie möglich verfügbar zu machen.
Herceptin
ergänzt das bestehende Produktesortiment im Onkologie-Bereich
von Roche, das aus äusserst innovativen Medikamenten besteht,
so z.B. aus Xeloda zur Behandlung von metastasierendem Brustkrebs,
MabThera zur Behandlung von follikulären non-Hodgkin Lymphomen
und Roferon-A, der ersten Interferon-Behandlung für verschiedene
Krebsformen.
Roche
mit Hauptsitz in Basel (Schweiz) gehört auf den Gebieten Pharmazeutika,
Diagnostika, Vitamine sowie Riechstoffe und Aromen zu den
weltweit führenden Unternehmen im Gesundheitssektor. Die Produkte
und Dienstleistungen von Roche decken von der Prävention über
die Diagnose bis zur Therapie sämtliche Bereiche der individualisierten
Gesundheits- und Krankenpflege ab und leisten damit einen
Beitrag zur Förderung des Wohlbefindens und der Lebensqualität.
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