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ALK-SCHERAX Presseerklärung

Juli 2000


Allergie-Symposium 2000  in Hørsholm, Dänemark

 

Spezifische Immuntherapie bekämpft Asthma erfolgreich

 

Die spezifische Immuntherapie (SIT) kann bei Allergikern der Entwicklung eines Asthma bronchiale vorbeugen und die Sym­ptomatik langfristig – auch noch Jahre nach Therapieende – verbessern. Die SIT, von der WHO als therapeutische Allergie-Impfung empfohlen, hemmt als einzige Kausaltherapie die allergische Entzündung bereits in einem sehr frühen Stadium und kann dadurch irreversible Gewebsschäden verhindern. Durch die Entwicklung rekombinanter Allergene wird demnächst die Herstellung noch effizienterer und sicherer Allergenpräparate möglich sein. Das war das zusammenfassende Ergebnis des ALK-SCHERAX- Symposiums mit europäischen Allergologen in Hørsholm, Dänemark

 

Asthma-Schutz bei immuntherapierten Kindern

 

 

pat_studie_alk.jpg (45161 Byte)Dr. Lars Jacobsen, Dänemark, stellte die Ergebnisse der Pat-Studie (Preventive Allergy Treatment) mit 208 Kindern im Alter von 7-13 Jahren vor. Bei dieser Multizenter-Studie wurde die eine Hälfte der Kinder mit allergischer Rhinitis über drei Jahre mit modernen mole­kular definierten Allergenlösungen (ALK-depot SQ) behandelt, die andere mit symptomatischen Arzneimitteln. Asthma galt in beiden Gruppen als Ausschlusskriterium. Fünf Jahre nach Therapiebeginn war die Asthmahäufigkeit in der SIT-behandelten Gruppe um 60 Prozent geringer als in der Kontrollgruppe. Auch die bronchiale Hyperreaktivität und die Neusensibilisierung wurde in der SIT-Gruppe deutlich reduziert. Die Studie wird weitergeführt. Derzeit werden die Ergebnisse sechs Jahre nach Therapiebeginn ausgewertet.
Dr. Jacobsen: „Auch drei Jahre nach Ende der Hyposensibilisierung ist der präventive Nutzen deutlich. Das Risiko von Kindern mit allergi­scher Rhinitis ein Asthma bronchiale zu entwickeln, ist in der Kontrollgruppe etwa doppelt so groß wie bei den immunisierten Kindern.“ Damit wird der präventive Langzeiteffekt der SIT deutlich unter Beweis gestellt.  

Langzeitwirkung: Reduktion der Symptome Jahre nach Therapieende 

 

langzeit_alk.jpg (35639 Byte)Noch mehrere Jahre nach Therapieende lässt sich auch in der „Royal Brompton SIT-Studie“ eine Besserung der allergischen Rhinitis feststellen. In dieser randomisierten placebokontrollierten Doppelblind-Langzeitstudie konnte nachgewiesen werden, dass die Symptomatik und der Kortikoidbedarf von Heuschnupfen-Patienten, die über 3-4 Jahre immunisiert wurden, auch noch mehr als 3 Jahre nach Therapieende signifikant geringer war. Bereits in der ersten Pollenflugsaison kam es, so Dr. Samantha M. Walker, Royal Brompton und National Heart and Lung Institute, London, zu einer siebzig prozentigen Reduktion der Heuschnupfensymptome in der SIT-behandelten Gruppe im Vergleich zur Placebogruppe. Der Medikamentenbedarf konnte um 80 Prozent gesenkt werden, und nach Selbsteinschätzung der Patienten war die Lebensqualität deutlich verbessert. Walker betonte ebenfalls, dass die Hyposensibilisierung  aufgrund der lang anhaltenden immunologischen Effekte das Potenzial hat, den Verlauf allergischer Erkrankungen langfristig positiv zu beeinflussen. Durch die SIT werden die T-Lymphozyten herunterreguliert und eine immunologische Toleranz eingeleitet. Dies wird u. a. untermauert durch eine abgeschwächte Haut-Spätreaktion, einen verminderten Einstrom an Lymphozyten in die Haut und Schleimhaut und eine abgeschwächte Eosinophilen-Aktivität.

 Die Zukunft: Rekombinante Allergene

 Die heute für die SIT verwendeten Allergenpräparate werden aus biologischem Material hergestellt und enthalten ein Gemisch potenzi­eller Allergene. Allergiker reagieren zudem unterschiedlich auf Iso­formen von Allergenen, wie eine Untersuchung der darauf basieren­den individuellen IgE-Profile ergab. Daher sind für die SIT Allergenpräparate von Vorteil, in denen nur die tatsächlich benötigten Aller­gene in möglichst aktiver und reiner Form vorliegen. Hier bietet die biotechnologische Forschung mit der Entwicklung rekombinanter Allergene einen Lösungsansatz. Rekombinante Allergene gleichen dem natürlichen Allergen, decken aber hinsichtlich ihrer Aktivität das breite Spektrum der Isoallergene ab. Sie lassen sich reproduzierbar in hoher Qualität herstellen. Dr. Michael. D. Spangfort, Dänemark erläuterte einen weiteren Vorteil rekombinant hergestellter Allergene: Es ist gelungen, die Moleküle gezielt zu modifizieren, so dass sie nur noch in geringem Maße die Ausschüttung von Histamin induzieren. Erste präklinische Daten mit den rekombinanten Allergenen unter­mauern dies und deuten daraufhin, dass die Arzneimittelsicherheit noch einmal deutlich verbessert werden kann.

  

Für Rückfragen:                    Peter Fischer

                                               ALK-SCHERAX Arzneimittel GmbH

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                                               22589 Hamburg

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                                               e-mail: Peter_E.Fischer@schering.de

  


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