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ALK-SCHERAX Presseerklärung

Juli 2000


Allergien europaweit im Vormarsch -  Suche nach dem Allergie-Gen

 

Allergieimpfung bleibt Goldstandard in der Therapie

 

Lissabon. Rund 5.000 Allergiespezialisten aus aller Welt trafen sich jetzt auf dem 19. Kongress der Europäischen Akademie für Allergie und klinische Immunologie (EAACI) in Lissabon, um ihre Forschungsergebnisse auszutauschen. Fest steht, dass die allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Hausstaubmilbenallergie, Allergien auf Tiere und Lebensmittel sowie allergisches Asthma im Schnitt um etwa 0,5 Prozent jährlich zunehmen.   

Auf der Allergie-Landkarte Europas ist Großbritannien absoluter Spitzenreiter, Albanien zeichnet sich durch die geringste Anzahl allergischer Erkrankungen aus. Allein der Heuschnupfen, unter dem in Albanien etwa 4 Prozent der Bevölkerung leiden, ist in Großbritannien mit 22 Prozent mehr als fünf mal so hoch. Deutschland liegt hier mit  12 Prozent im oberen Drittel, bei Asthma, Tier- und Lebensmittelallergien auf Platz 3 der europäischen Statistik. Nach wie vor gibt es unterschiedliche Theorien über die Gründe für den Anstieg. Wurde in letzter Zeit insbesondere die westliche Lebensart, also teilweise übertriebene Hygiene, moderne Lebensmittel und Umweltfaktoren, für den Anstieg verantwortlich gemacht, konzentrieren sich die Untersuchungen heute vermehrt auf die genetische Veranlagung als Risikofaktor für Allergien. Etwa 40 Prozent der Kinder, bei denen ein Elternteil eine Allergie aufweist, werden Allergiker. Wenn beide Eltern Allergiker sind, wächst das Risiko bei den Kindern auf sechzig bis achtzig Prozent. Über zwanzig Arbeitsgruppen suchen derzeit weltweit nach dem „Allergie-Gen".  

Der Tagungspräsident Professor Antero Palma-Carlos, Lissabon, forderte eine europäische Initiative zur Verbesserung von Prävention, Diagnose und Therapie von Allergien. Wissenschaftliche Kriterien, Ausbildungsprogramme und Behandlungen müssen europaweit harmonisiert werden, um der Epidemie des 21. Jahrhunderts Herr zu werden. Erschreckend sei, wie viele Europäer nach wie vor gar nichts von ihrer Erkrankung wüssten oder falsch behandelt würden. 

Auf dem Gebiet der Therapie hat sich die spezifische Immuntherapie (SIT) als Standard durchgesetzt. Professor Stephen Durham, Royal Brompton Hospital London, konnte bei der Behandlung von Pollenallergikern mit molekular standardisierten Allergenextrakten nachweisen, dass noch fünf Jahre nach Behandlungsende eine deutliche Besserung der Krankheitszeichen bei saisonalem Heuschnupfen festzustellen ist. So sank der Bedarf an Zusatzmedikation um 80 Prozent. Die SIT führt insgesamt zu einem andauernden Rückgang der klinischen Symptome und einer nachhaltigen Verbesserung der körpereigenen Immunantwort. Sie ist damit derzeit die einzige Behandlungsform, mit der Allergien und Asthma ursächlich behandelt und nachhaltig gebessert werden können.   

Professor Erkka Valovirta vom Turku Allergie Center in Helsinki berichtete über eine Studie mit 6-14jährigen Kindern in sechs europäischen Ländern, die gegen ihren Heuschnupfen eine Immuntherapie erhielten. Ziel der Studie, an der auch deutsche Kinder beteiligt waren, war es, die vorbeugende Wirkung der SIT-Behandlung hinsichtlich der Entwicklung eines Asthma bronchiale zu untersuchen. Drei Jahre nach Beendigung haben die mit der Allergie-Impfung (SIT) therapierten Kinder um 60 Prozent weniger Asthma entwickelt als Kinder, die lediglich mit symptomatisch wirksamen Arzneimitteln behandelt wurden. Auch wenn die Studie noch fortgesetzt wird, kann heute schon festgestellt werden, dass die spezifische Immuntherapie bei Kindern mit Heuschnupfen eine präventive Wirkung auf die Entwicklung eines Asthma bronchiale hat.

Professor Christof Ebner, Institut für Pathophysiologie der Universität Wien: „Auch wenn wir immer noch nicht genau wissen, woher die Allergien kommen und warum sie so ansteigen, wir haben mit der SIT eine kausale Behandlungsmethode. Sie ist und bleibt der Goldstandard der Therapie."

 

Für Rückfragen:                    Peter Fischer

                                               ALK-SCHERAX Arzneimittel GmbH

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                                               Tel. 040/870707-21

                                               e-mail: Peter_E.Fischer@schering.de

  


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