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Kausale
Therapiemöglichkeit bei saisonaler allergischer Rhinitis
Aktuelle
Cochrane-Metaanalyse bestätigt Wirksamkeit der spezifischen
Immuntherapie
Pünktlich
zur Pollensaison 2007 veröffentlichte die Cochrane Collaboration
eine Metaanalyse, welche die Wirksamkeit und Sicherheit der
subkutanen spezifischen Immuntherapie (SCIT) bestätigt. Die
Evidenz-basierende Analyse schloss insgesamt 51 Studien mit
2.871 Patienten ein. Das Fazit: Eine SCIT reduziert die Symptome
einer saisonalen allergischen Rhinitis signifikant, senkt den
Medikamentenbedarf und erhöht die Lebensqualität der Patienten.1
Bei
bis zu 24 Prozent der deutschen Bevölkerung haben Ärzte bereits
einmal die Diagnose Heuschnupfen gestellt.2 Einzige
kausal wirkende Therapiemöglichkeit gegen die allergische Rhinitis
ist eine spezifische Immuntherapie. Um die Wirksamkeit dieser
Therapiemethode zu bewerten, erarbeiteten Calderon et al.
2007 eine systematische Metaanalyse. 51 Studien mit 2.871 Patienten
erfüllten hierfür die Einschlusskriterien: doppel-blind, plazebo-kontrolliert
und randomisiert. Die Verum-Gruppe, 1.645 Patienten, erhielt
eine subkutane SIT aufgrund saisonaler allergischer Rhinitis
gegen Baum-, Gräser- oder Kräuter-Pollen.1 Die Auswertung
erfolgte nach der so genannten Standardised Mean Difference
(SMD)-Methode. Sie standardisiert die Mittelwerte heterogener
Studien und schafft daraus die Grundlage zur Kompensation von
Unterschieden in den Auswertungsverfahren.
SMD-Werte
sprechen für sich
„Die
in der Cochrane-Metaanalyse ermittelten SMD-Werte weisen auf
einen klinisch und statistisch signifikanten Effekt hin. Sie
zeigen, dass die SCIT eine sehr wirksame Therapiemöglichkeit
ist“, erläutert Privatdozent Dr. Eike Wüstenberg, Leiter
der Medizinisch-Wissenschaftlichen Abteilung bei ALK-SCHERAX.
„ALK-Präparate haben die Ergebnisse stark beeinflusst.
Denn immerhin wurden diese in circa 70 Prozent der analysierten
Studien mit handelsüblichen Allergen-Päparaten eingesetzt.“
15
der insgesamt 51 eingeschlossenen Studien erfüllten die streng
methodischen Regeln der Cochrane Collaboration für eine Metaanalyse
hinsichtlich der Symptomreduktion. Die Auswertung dieser Untergruppe
ergab einen SMD-Wert von -0,73. Eine SCIT reduziert somit signifikant
die Symptome. 13 auswertbare Studien zeigten eine signifikante
Reduktion des Medikamentenverbauchs mit einem SMD-Wert von -0,57.
Und anhand von fünf Studien konnte eine gesteigerte Lebensqualität
der Patienten nach einer abgeschlossenen Therapie (SMD von -0,52)
belegt werden. Die aufgetretenen Nebenwirkungen hatten keine
Langzeitfolgen.1 Die SCIT mit handelsüblichen intakten
Allergenen ist eine wirksame und auch sichere Therapiemethode
gegen allergische Rhinitis.
Die
Cochrane Collaboration ist ein internationales Netzwerk
von Wissenschaftlern und Ärzten, das sich an den Grundsätzen
der Evidenz-basierten Medizin (EbM) orientiert. Die EbM integriert
individuelle klinische Expertise mit der bestmöglichen externen
Evidenz aus systematischer Forschung. Das zentrale Ziel der
Cochrane Collaboration ist die Verbesserung wissenschaftlicher
Grundlagen für Entscheidungen im Gesundheitssystem.3
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