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(DDG)
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Presseinformation
(ALK-Abelló
Arzneimittel GmbH) 12.09.2008
Gräserpollenallergie
Kreuzallergenität bei Süßgräsern – eine Gräser-Impf-Tablette
für alle
Erfurt / Wedel, 12. September 2008
Menschen mit einer Allergie auf Gräser- oder Roggenpollen
reagieren allergisch auf bestimmte Eiweiße in den Pollenkörnern.
Diese Überempfindlichkeit des Immunsystems lässt sich mit
einem standardisierten Allergenextrakt aus Wiesenlieschgras
effektiv behandeln. Aufgrund der Kreuzallergenität vieler
Gräser wirken die Majorallergene aus Wiesenlieschgras auch
bei Allergien gegen andere Gräser oder Roggen. Das stellte
Privat-Dozent Dr. Jörg Kleine-Tebbe, Allergie- und Asthma-Zentrum
Westend, Berlin, am 12. September 2008 auf dem 3. Gemeinsamen
Deutschen Allergie-Kongress in Erfurt fest. Seit zwei Jahren
gibt es eine Immuntherapie auch in Form einer Impf-Tablette.
Das
Präparat enthält einen standardisierten Pollenextrakt aus
dem Wiesenlieschgras Phleum pratense. Die Tablette wird über
einen Zeitraum von drei Jahren täglich unter die Zunge gelegt,
wo sie sehr schnell zergeht und die Allergene freisetzt. Bei
dieser als sublinguale Immuntherapie bezeichneten Behandlung
entwickelt das Immunsystem über Zellen der Mundschleimhaut
eine Toleranz und reagiert zunehmend weniger empfindlich auf
den Kontakt mit Gräser- oder Roggenpollen.
Eine
Immuntherapie mit Wiesenlieschgras-Allergenen hilft nicht
nur bei Heuschnupfen durch Wiesenlieschgras, sondern allgemein
gegen die Allergie auf verschiedene Gräser- oder Roggenpollen.
Der Grund: Süßgräser bilden botanisch eine Familie.
95 Prozent der Gräser- und Getreidearten gehören zu nur drei
Unterfamilien. Botanisch sehr eng verwandt sind beispielsweise
Roggen, Weizen, die Rispen- und Knäuelgräser und das Wiesenlieschgras.
Sie alle gehören zur Unterfamilie der Pooideae. Ihre Pollen
lösen bei der Mehrzahl der Pollenallergiker in Europa Krankheitssymptome
aus. „Die Gräserpollenallergene dieser Unterfamilie
haben eine sehr große Ähnlichkeit. Die weitgehend übereinstimmende
Aminosäuresequenz der wichtigsten Pollenallergene lassen diese
Moleküle für das menschliche Immunsystem sehr ähnlich aussehen
und lösen daher eine vergleichbare Immunantwort aus“, erklärte
der Allergologe Dr. Kleine-Tebbe.
Das bestätigen Untersuchungen von 30.000 Serumproben aus Dänemark,
Deutschland, Schweden, der Schweiz und den USA:
Die für eine Allergie gegen das Wiesenlieschgras spezifischen
Immunglobulin E (IgE)-Antikörper zeigten eine
starke Bindung auch an Allergene
anderer Gräser und Roggen. Die im Therapieverlauf
nachgewiesenen IgG4-Antikörper mit Schutzfunktion waren ebenfalls
kreuzreaktiv – ein Hinweis auf die erzielte Toleranz gegenüber
allen verwandten Arten. „Die IgE- ebenso wie die IgG4-Antwort
war gegenüber dem Wiesenlieschgras, anderen einzelnen Gräsern
und auch bei Verwendung diverser Gräsermischungen vergleichbar“,
betonte Kleine-Tebbe.
„Diese hohe Kreuzallergenität findet sich bei allen bisher
untersuchten Arten von Süßgräsern“, stellte Kleine-Tebbe fest.
„Die in der Gräser-Impf-Tablette enthaltenen Wiesenlieschgras-Majorallergene
hemmen vollständig die IgE-Bindung ge-genüber anderen Gräserpollenallergenen.
Die Tablette wirkt daher umfassend gegen die Allergie auf
verschiedenste Gräsersorten und Roggen.“
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von der ALK-Abelló
Arzneimittel GmbH,
Wedel bei Hamburg, durch die kostenlose
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